Immer auf den Kellner hören!

Das Leben in Düsseldorf ist gerade traumhaft- überall machen neue Hotels und Restaurants auf und ich komme mit dem Ausprobieren gar nicht hinterher!
Besonders das neue Andreasquartier in der Altstadt ist eine Testaufgabe für zwei Wochen, so viele Restaurants findet man dort.
Mir hat besonders die 20° Restobar das Herz geraubt, denn hier vereinen sich spanische Tapas mit Fine Dining und das auf einem sehr hohen Level!
Schon vor der Eröffnung habe ich das Restaurant auf Instagram verfolgt und immer mehr Lust auf einen Besuch bekommen – tolle Einrichtung, super Lage und die ersten Blicke auf das Essen haben mir ganz schönen Appetit gemacht. Umso aufgeregter war ich, als ich das erste Mal dann im realen Leben zu Gast war – und noch aufgeregter, weil ich nicht alleine hingegangen bin, sondern mit Begleitung, die sich voll auf mich und meine Empfehlung verlassen hat.

Kurz gesagt – wir wurden nicht enttäuscht!

Sowohl Service als auch Essen waren erstklassig. Wir haben und einmal durch die Tapaskarte gegessen und teilweise blind dem Kellner vertraut, eine gute Idee, denn der lag sowohl mit dem Wein als auch mit den Schinkenkroketten (unbedingt ausprobieren!) goldrichtig.
Die kleinen Häppchen kannte man eigentlich alle vom Namen her, doch hat es die zauberhafte Küche vom 20° geschafft, jedem Teller einen eigenen Twist zu geben. Selbstverständlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, hinterher auch die Dessertkarte ausgiebig zu studieren und, ganz untypisch für mich, sogar etwas von meiner Crema Catalana abzugeben (…ich gestehe – ich wollte auch etwas von dem Dessert meines Gegenübers probieren, das sah soooo lecker aus!).

Geendet ist der Abend dann mit einer ziemlichen Cocktailsause an der Bar – praktische Kombination, man kann den kompletten Abend im selben Laden bleiben und wird rundum glücklich.

Gruß an den armen Taxifahrer, der bestimmt die amüsanteste Fahrt seines Lebens hatte, als er uns ins Hotel gebracht hat *gg*

xx Alice



Steaks zum Niederknien!

Beim ersten Mal dachte ich noch an einen Traum und hielt es für unmöglich. Beim nächsten Mal für einen glücklichen Zufall. Inzwischen bin ich unsterblich verliebt.

Ich finde Überraschungen ja super, aber dass man mir in Sachen Steak noch etwas beibringen kann, hielt ich doch für ziemlich unwahrscheinlich. Umso überraschter war ich, als ich in Düsseldorf, was ja schliesslich meine Heimat ist, in der ich mich sehr gut auskenne, in ein Restaurant entführt wurde, welches mir gänzlich unbekannt war. Dazu das Versprechen "das beste Steak der Welt" zu bekommen. Bestimmt....

The Classic Western Steakhouse
Der Laden: Klein, lebhaft, bis auf den letzten Platz ausgebucht.
Der Service: supernett, zuvorkommend, diskret und begeisternd
Das Steak: "The Triple Star" Filet Mignon - butterzart, intensiv, wie das Steak meiner Träume. Ich fass es immer noch nicht.
Die Begleitung: genauso gut wie das Steak ;)

Das Restaurant hat in mir einen neuen Stammgast und ich freue mich über jeden, der mit mir ein Steak essen geht, wenn er in Düsseldorf ist!

KussKuss Alice

Lust auf ein Altbier? Füchschen Düsseldorf

Wer in Düsseldorf in der Altstadt weggehen will hat ja immer die Qual der Wahl...
Es gibt eine riesige Auswahl an guten Restaurants, Bars, Kneipen oder direkt alles in einem.
Heute habe ich deshalb einen Tipp für alle Liebhaber eines guten Glases Altbier, die dazu noch in echt rheinischem Ambiente die klassische regionale Küche geniessen möchten.

Im „Füchschen" in der Ratingerstr. bekommt man meiner Meinung nach das beste Bier in Düsseldorf. Meine Heimatstadt (und nebenbei bemerkt die schönste Stadt am Rhein), kann sich ja glücklich schätzen und in der Altstadt direkt mit fünf sehr guten Hausbrauereien auftrumpfen, die jede für sich herausragende Biere braut, aber für einen „Altbierbeginner" eignet sich das weniger herbere, mehr süffige „Füchschen Alt" perfekt als Einstiegsdroge. 

Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Haut kitzeln steht der Düsseldorfer auf der Ratingerstrasse und versperrt den Autofahrern die Durchfahrt, denn Bier trinkt sich nicht nur in geschlossenen Räumen ganz wunderbar. Selbst am Morgen von Heiligabend ist es übervoll, dass es dabei meistens richtig kalt ist, stört niemanden (vielleicht, weil so das Bier auch kalt bleibt? )
Die Köbesse wirbeln mit einer charmanten Unfreundlichkeit durch die Menge und stellen jedem ungefragt ein neues Alt auf den Tisch, der nicht als Zeichen der Aufgabe einen Bierdeckel auf sein Glas gelegt hat. Wird eine Cola oder ein Wasser bestellt, muss man schonmal zur Erheiterung aller Anwesenden mit einem rauen Spruch rechnen, die Bestellung eines Kölschs (das Bier der verfeindeten Nachbarstadt) zieht kein Hausverbot nach sich, outet den Besteller aber als Touristen, der gerne Witze mit sehr langem Bart erzählt.

Wenn es dann doch einmal regnet oder zu kalt ist kann man auch gerne ein Dach über den Kopf bekommen und einfach reingehen, an den Tischen sitzt man gut, es herrscht eine typisch rheinische Atmosphäre, was heisst, dass es sehr laut, lebhaft und herzlich zugeht.
Ist es sehr voll, kann es passieren, dass man mit seiner Begleitung einfach mal an einen Tisch dazugesetzt wird und im Handumdrehen in die Gespräche der Tischnachbarn mit einbezogen wird...
Deswegen eignet sich das Füchschen nicht wirklich für ein romantisches tête-á-tête, aber für ein Date, bei dem man sich gerne unterhält und locker näherkommen möchte ist es eine hervorragende Location.

Auf der Speisekarte finden sich typische Brauhausgerichte mit regionalen Zutaten, den rheinischen Sauerbraten sollte jeder mal probiert haben!

Ich hoffe, dass jeder Leser nun beim nächsten Düsseldorf-Besuch einen Abstecher ins Füchschen macht, mich auf ein Alt mitnimmt und nachher genauso begeistert ist wie ich!

KussKuss Alice 

Bild: https://fuechschen.de/galerie/

Schloss Bensberg - vor den Toren der Stad

Raus aus Köln und dann noch auf die schääl Sick, auf die falsche Rheinseite? Dieser Plan lässt jedem waschechten Kölner einen Schauer über den Rücken laufen. Da ich ja zum Glück nur zugezogen und qua meiner Geburt mit der östlichen Rheinseite bestens vertraut bin (die schönste Stadt am Rhein ist halt immer noch Düsseldorf ), habe ich damit kein Problem.

Düsseldorf war zwar nicht das Zeil meiner letzten Hotelentdeckungsreise, dafür aber Bensberg. Weltbekannter Teil der Metropole Bergisch Gladbach. Wie man sich denken kann ziemlich weit weg vom Dom, am Anfang des Bergischen Landes. 

Trotz aller Widrigkeiten steuere ich mein Auto immer wieder dort hin, denn dort gibt es ein wunderbares Hotel, was mich verzaubert und begeistert, verführt und verhätschelt - das Schloss Bensberg.
Kurfürst Jan Wellem gab zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Bau in Auftrag, zum Vorbild für das Jagdschloss nahm man sich Versailles und Winchester Castle. Jedoch wurde das Schloss nie wie gedacht genutzt, denn Jan Wellem starb 1716 und seine Witwe, eine geborene Medici für die das Gebäude gedacht war, kehrte zu ihrer Familie nach Italien zurück.

Bis zu Eröffnung des Grandhotels im Jahr 2000 hatte die Anlage eine bewegte Geschichte unter anderem als Kadettenhaus, Asylantenheim und Erziehungsanstalt hinter sich. 

Die Zimmer und Suiten beeindrucken durch ihren klasischen Stil und sind großzügig mit meist barocken Möbeln ausgestattet. Besonders geniesse ich den Blick bei schönem Wetter über die Gärten, die ersten Hügel des Bergischen Landes hinab bis zum Kölnern Dom.

Kulinarisch kann man sich perfekt verwöhnen lassen. Entweder lädt dass drei Sterne-Restaurant "Vendôme" auf einen Streifzug durch die Gourmet Küche ein oder man versetzt sich in in der Trattoria Enoteca auf ein Landgut in Italien und geniesst die hervorragende mediterrane Küche.

Ein Muss ist auf jeden Fall ein Cocktail in der Kaminbar!
Schwere Ledersessel, ein knisterndes Feuer und tolle Drinks lassen einen die Zeit vergessen.
Leider hat das Nichtraucherschutzgesetz auch das Schloss getroffen - Zigarren müssen jetzt leider auf der Terasse genossen werden. (ich bin zwar Nichtraucher, aber in der Kaminbar habe ich mir doch gerne abends eine leichte Zigarre gegönnt ;) )

Wer mehr Zeit hat, sollte auf jeden Fall auch das Spa ausprobieren! Die Anlage ist wirklich hübsch, die Anwendungen habe ich sehr genossen. Wiederholung garantiert!!
Danach empfehle ich einen Spaziergang durch den Garten und zu guter letzt einen Kaffee mit einem Törtchen in dem Café an der Lobby *hmmmm*

Auf bald!

KussKuss Alice 

Alice und Sushi

... normalerweise keine große Liebe....

Ich habe jedoch ein Restaurant entdeckt, was meine strikte Abneigung ignoriert und mich eines Besseren belehrt hat: Das Chino Latino in Köln. 

Gelegen in der unteren Etage des Art'otels am Rheinauhafen, wurde ich mit dem Versprechen, dass es dort nicht nur kalten Reis mit kaltem Fisch für mich geben würde, in die Höhle des Löwen gelockt. Alles Sträuben und Wehren hatte keinen Sinn und im Nachhinein bin ich SEHR froh drüber!
Die Karte läuft unter dem Motto "Love, Share and Enjoy!" und so haben wir zu dritt einfach alles Mögliche wild durcheinander bestellt und alles geteilt - unter anderem auch eine große Sushi-Platte, vor der ich ebenso große Angst hatte :D
Was soll ich sagen... Es war wirklich umwerfend gut. Sehr kreativ, sehr überraschend und überhaupt nicht so , wie ich meine vorangegangenen Sushi-Erfahrungen im Kopf hatte. Neben der Platte mit allerlei Köstlichkeiten hab ich mich besonders in die Hähnchen-Sesam-Tempura verliebt...

Abgesehen vom Essen habe ich mich im Chino Latino sonst auch sehr wohl gefühlt. Das Restaurant ist sehr groß und sehr stylish eingerichtet, von den Tischen am Fenster kann man in den nächtlichen Rheinauhafen blicken und die Leute bemitleiden, die im Büro gegenüber noch so spät arbeiten müssen. Unser Kellner hat uns sowohl zum Essen als auch zum Wein sehr gut beraten und war, typisch rheinländisch, immer zu einem Scherz aufgelegt.
Inzwischen war ich noch einige Male dort, wurde nie enttäuscht und habe auch die liebe Ronja angefixt :D.

Sushi werde ich zwar immer noch nicht von meinen "mag ich nicht"-Punkten auf der Sedcard nehmen, aber ins Chino Latino gehe ich immer wieder und mache da einfach mal eine Ausnahme!

KussKuss Alice

PS: Ein verwackeltes Bild aus zweiten Hälfte des Abends. Yummie! 

ende dinner date

München - eine Lobhudelei

Selten hat es mich bisher in die bayerische Hauptstadt gezogen, fahre ich doch eher nach Hamburg als in den Süden.
Ich denke aber, dass sich das jetzt ändern wird, denn nach meinem letzten Kurzbesuch hat München mein Herz im Sturm erobert!

Zwei Tage habe ich im altehrwürdigen Bayerischen Hof verbracht. Obwohl ich doch schon einige 5 Sterne Häuser besucht habe, war dieses besonders. Überall ein hervorragend geschultes Personal, zuvorkommend und immer mit dem Blick auf das Verwöhnen der Gäste. Das Haus an sich ist klassisch, schön und riesengroß, mit vielen Möglichkeiten sich zum Essen oder auf ein Glas Champagner niederzulassen. Die Suite war überraschend modern eingerichtet (es gibt wohl sehr verschiedene) und hat viel Platz zum Spielen geboten ;)
Selten habe ich in einem Hotelbett so gut geschlafen wie dort!

Besonders angetan war ich von der Lounge, die zum Blu Spa gehört: Im siebten Stock kann man auf der Terasse sitzen und über München schauen. Bei schönem Wetter, was wir zum Glück hatten, ist es himmlisch - im wahrsten Sinne des Wortes. Genauso schön sitzt man eine Etage tiefer am Pool und hat dabei noch den Vorteil, dass man immer wieder ein paar Züge schwimmen kann. Im Spa kann man aus einer Reihe von Wellnessbehandlungen wählen, von denen ich die "Blu Spa Massage" wärmstens empfehlen kann (den Rest habe ich nicht ausprobiert - wird nachgeholt *gg*). 

Das Programm in den zwei Tagen war straff durchorganisiert, ein Höhepunkt war definitiv das Abendessen in Shane's Restaurant. Dort verzichtet man auf eine Karte und bietet ausschliesslich ein Überraschungsmenü an. Im Vorfeld wird man gefragt, ob es Dinge gibt, die man nicht mag, wieviele Gänge man sich wünscht, ob man Vegetarier ist oder nicht und schon geht es los. Der Gruß aus der Küche: Tartar in Tee mit spicy Popcorn. Sehr....kreativ. Und lecker! Erster Gang: Steinbuttnockerln in Panade auf Fenchelgemüse. Erster Panikanfall, ich hab vergessen, dass ich Fenchel überhaupt nicht mag, probiert habe ich es doch. Und es war toll! Der restlichen drei Gänge waren ebenfalls umwerfend, so ganz bekomme ich sie leider nicht mehr auf die Reihe. Die Kellner waren alle jung, hübsch und sie haben ihr Handwerk hervorragend verstanden.
Ich muss zugeben, ich habe selten so gut gegessen und während ich das gerade schreibe, kriege ich richtig Hunger.

Nach dem Essen sollte man sich auf jeden Fall einen Drink in der angeschlossenen, gemütlich kleinen B-Bar genehmigen. Ich stehe ja auf gute Cocktails, die sich auch mal ein Stück vom Mainstream weg bewegen und hier werde ich komplett zufrieden gestellt! Dem Leitspruch auf der Website von Bill Fehn, dem Herrn der Theke "TRUST YOUR BARTENDER" folge ich gerne blind. 

Da man auf einem Bein schlecht stehen kann, habe ich direkt noch ein weiteres Kleinod der Münchner Cokctailbarszene entdecken dürfen, den Barroom auf der Milchstrasse. Winziger Laden mit drei Tischen und wenig Platz an der Theke, unglaublich gemütlich und Cocktails, die einen aus dem Schwärmen nicht rauskommen lassen. Auch hier spiele ich das übliche Spiel "ein Getränk von der Karte, danach dem Barkeeper eine Richtung vorgeben und schauen, was kommt". Mein Anspruch ist hoch und wird nicht enttäuscht!

Zwei Kilo schwerer habe ich am letzten Tag noch mit einer Freundin eine kleine Shoppingtour durch München gemacht, wo wir die meiste Zeit dann doch bei Agent Provocateur hängen geblieben sind. München kann sich glücklich schätzen den einzigen eigenen Store in Deutschland zu haben. Bis dato habe ich keine AP Unterwäsche anprobiert, aber seit Jahren bewundert (ich kaufe nie auf gut Glück im Internet Unterwäsche ein, wenn ich die Marke nicht vorher anprobiert habe). Unter fachkundiger Beratung habe ich meine Traummodelle und viele mehr anprobiert und mich für ein himmlisches Set in zartrosa entschieden. Sehr heiß! Ich freue mich schon, es vorzuführen... ;)

München hat mich bezaubert, von vorne bis hinten verwöhnt und verhätschelt - ich komme wieder!

KussKuss Alice

 PS: Ich habe es sogar geschafft im Augustinerbiergarten eine ganze Maß Bier ALLEINE auszutrinken! Jetzt bin ich ein großes Mädchen :D

PPS: Danke liebes Gugl-Mobil vor dem Lodenfrey, wegen dir bin ich süchtig nach den Zitrone-Eierlikör und Schokolade-Kokos-Küchlein!