Welches Hotel darf's denn sein? Heute: KÖLN

Ich glaube, Escorts und Handelsreisende dürften die Menschen sein, die wirklich gute Hoteltipps geben können. Langsam aber sicher kenne ich unzählige Hotels in Deutschland und über die Welt verteilt, dass es mir auch Spass macht, meine Lieblinge zu empfehlen.
Für Herren, die nicht so oft in Köln oder Düsseldorf bleiben oder die hier wohnen und deswegen logischerweise auch keine Hotels kennen ( ;) ), stehe ich natürlich gerne für Tipps zur Stelle.
Normalerweise schreibe ich gerne Hotelbewertungen, aber so ein rudimentärer Überblick über empfehlenswerte Hotels kann auch nicht schaden, oder?
Also fangen wir die neue Kategorie mit meiner Homebase an!

Köln:

Mein Liebling: Savoy, Turiner Str. hinter dem Hauptbahnhof.
Das ist jetzt wahrlich keine Überraschung. Tolles Design, traumhafte Suiten, sehr gute Bar und diskretes Personal. Ich glaube, jedes Escort liebt das Savoy :)
Für den Fahrstuhl braucht man inzwischen eine Karte, weshalb man sich in der Bar treffen sollte. Ich empfehle ein Glas Rosé oder die erstaunlich guten Cocktails.

Mit Domblick: Hyatt Köln, Schääl Sick.
Klares, modernes Design und ein wirklich gutes Restaurant (ich liebe das Risotto!). Leider ist die Bar enttäuschend, weshalb ich dafür ein paar Punkte abziehen muss, wobei der Whiskey Sour wieder einige wett macht. Man kann sich diskret in der weiläufigen Lobby treffen, für den Aufzug wird ebenfalls eine Karte gebraucht.
Zwingend erleben: Du und ich, Blick auf Rhein und Dom, Handabdrücke am Fenster.

Raus aus der Stadt: Schloss Bensberg, 20 Minuten Taxifahrt vom Hauptbahnhof .
Groß, barockes Design, leckere Enoteca, einem tollen Spa und der traumhaften (für Menschen, die auf schwere Ledermöbel stehen, wie ich zum Besipiel) Kaminbar.
Das Hotel eignet sich perfekt, wenn man eine Nacht/einen Tag/ein Wochenende entspannen will oder drauf verzichten kann drei verschiedene Plätze aufzusuchen, bevor man ins Hotelzimmer verschwindet. Ich empfehle eine gemeinsame Anreise oder zumindest ein Treffen in der Lobby, sonst ist ein Verlaufen und Ende als Schlossgeist vorprogrammiert.

Nicht herrausragend, aber immer wieder sehr angenehm: Dorint Heumarkt, Innenstadt.
Das wäre eigentlich kein Hotel, welches ich mir gezielt aussuchen würde, aber trotzdem ist es wirklich angenehm. Es besticht nicht durch besonderes Design, aber man fühlt sich wohl, es ist modern, aber nicht zu kühl, das Personal ist sehr professionell und man kann sich gut vor der Tür oder auch in der weitläufigen Harrys New York Bar verabreden.
Braucht man einen Karte für den Aufzug? Oh... gute Frage..... Ich merke gerade, dass ich in all den Jahren dort noch nie alleine nach oben gefahren bin und wohl immer schon zu beschäftigt war, darauf zu achten ;)

Kann man sich sparen: Maritim, Heumarkt
Leider wurde hier seit den 80er Jahren nichts mehr gemacht. Muffige Zimmer, altbackenes Design, ich bin froh, dass sich das langsam rumgesprochen hat.
Wenn man hier ein Zimmer zugeteilt bekommt, bitte betteln, dass man das Hotel wechseln darf.

Ganz gespannt bin ich auf die Neueröffnung des Domhotels im kommenden Jahr! So eine tolle Lage und dieses altehrwürdige Haus lassen auf ein tolles, neues Spitzenhotel in Köln hoffen!

Bis bald in einem dieser oder der zahlreichen anderen Hotels der Welt!

KussKuss Alice

P.S.: Ja, Asche über mein Haupt, es war schon wieder unsäglich ruhig bei mir. Ich war schon wieder vier Wochen in Asien :)

Aaaaaber nicht dass hier jetzt jemand denkt, das wäre Urlaub und Spass (ok, SPass schon), ich habe dort gearbeitet und das nicht als Escort. 

W Bangkok - Coolness in der pulsierenden City

Unüberlesbar war ich gerade im Urlaub. Vier Wochen Südostasien haben nicht nur eine zarte Bräune auf mir hinterlassen, sondern auch viele Eindrücke, Erlebnisse und unbeschreibliche Begebenheiten.

Die meiste Zeit habe ich mich mit einfachen Unterkünften zufrieden gegeben (am Strand braucht man einfach kein Luxushotel *gg*), um Bangkok zu entdecken habe ich mir aber doch westlichen Komfort gegönnt und ein paar Tage im sehr coolen "W" im Süden der Stadt verbracht. 

Die W-Hotels, die zur luxuriösen Starwood-Kette gehören, sind auf junges und hippes Publikum ausgelegt. Ausgefallenes und cooles Design herrscht auch in Bangkok vor.
Es glitzert, es leuchtet, Musik läuft überall und selbst die Angestellten sind jung und dynamisch.
Ich habe mich superwohl gefühlt und würde sofort wieder dort übernachten!
Die Zimmer (ich habe ein einfaches Doppelzimmer gehabt), sind sehr geräumig und das Badezimmer lässt das Herz einer jeden Frau höherschlagen - gaaaanz viel Platz um sich auszubreiten!
Mein Highlight war, wie sollte es bei meiner Profession auch anders sein ;) , das Bett - selten übertrifft ein Hotelbett die Gemütlichkeit des schönsten Möbelstückes bei mir zuhause.
Ich bin in den Kissen versunken und wollte gar nicht mehr raus! (Meine beste Freundin hat es nach langem Diskutieren dann doch geschafft mich auf den Nachtmarkt zu schleifen...).

 Am nächsten Morgen wurde ich erneut begeistert, war das Frühstück doch einfach ein Genuss.

Perfektes Rührei, frische Früchte, Pizza, Dumplings, Joghurt, Brot.... Dort gab es alles, was das Herz begehrt - egal ob man Asiatisch, Britisch oder continental essen wollte. Manche guten Hotels in Deutschland sollten sich davon eine Scheibe abschneiden.

Zum Dinner oder Spa kann ich erst bei meinem nächsten Besuch etwas sagen, war ich doch abends immer ausserhalb und habe eher die kleinen Massagesalons um die Ecke (ohne Happy End *lach*) besucht. Das Fitnesstudio ist jedoch hervorragend - ich habe nichts vermisst. Mehrere Laufbänder, Crosstrainer, Kraftgeräte - alles ist da.

Einen negativen Punkt habe ich doch noch... Das komplette Hotel ist durchgestyled - nur die Poolbar scheint vergessen worden zu sein. Eine sehr kitschig-grausige Bemalung verunstaltet die Wand hinter der Bar, was schade ist, da der Pool an sich beeindruckend ist.

Bankgkok wird mich auf jeden Fall wiedersehen, gibt es doch noch so viel zu entdecken!
Mein Herz hängt jetzt schon an dieser Stadt, die sich so gut zum Feiern, Ausspannen, und für kulturelle Abenteuer eignet!

KussKuss Alice 

Schloss Bensberg - vor den Toren der Stad

Raus aus Köln und dann noch auf die schääl Sick, auf die falsche Rheinseite? Dieser Plan lässt jedem waschechten Kölner einen Schauer über den Rücken laufen. Da ich ja zum Glück nur zugezogen und qua meiner Geburt mit der östlichen Rheinseite bestens vertraut bin (die schönste Stadt am Rhein ist halt immer noch Düsseldorf ), habe ich damit kein Problem.

Düsseldorf war zwar nicht das Zeil meiner letzten Hotelentdeckungsreise, dafür aber Bensberg. Weltbekannter Teil der Metropole Bergisch Gladbach. Wie man sich denken kann ziemlich weit weg vom Dom, am Anfang des Bergischen Landes. 

Trotz aller Widrigkeiten steuere ich mein Auto immer wieder dort hin, denn dort gibt es ein wunderbares Hotel, was mich verzaubert und begeistert, verführt und verhätschelt - das Schloss Bensberg.
Kurfürst Jan Wellem gab zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Bau in Auftrag, zum Vorbild für das Jagdschloss nahm man sich Versailles und Winchester Castle. Jedoch wurde das Schloss nie wie gedacht genutzt, denn Jan Wellem starb 1716 und seine Witwe, eine geborene Medici für die das Gebäude gedacht war, kehrte zu ihrer Familie nach Italien zurück.

Bis zu Eröffnung des Grandhotels im Jahr 2000 hatte die Anlage eine bewegte Geschichte unter anderem als Kadettenhaus, Asylantenheim und Erziehungsanstalt hinter sich. 

Die Zimmer und Suiten beeindrucken durch ihren klasischen Stil und sind großzügig mit meist barocken Möbeln ausgestattet. Besonders geniesse ich den Blick bei schönem Wetter über die Gärten, die ersten Hügel des Bergischen Landes hinab bis zum Kölnern Dom.

Kulinarisch kann man sich perfekt verwöhnen lassen. Entweder lädt dass drei Sterne-Restaurant "Vendôme" auf einen Streifzug durch die Gourmet Küche ein oder man versetzt sich in in der Trattoria Enoteca auf ein Landgut in Italien und geniesst die hervorragende mediterrane Küche.

Ein Muss ist auf jeden Fall ein Cocktail in der Kaminbar!
Schwere Ledersessel, ein knisterndes Feuer und tolle Drinks lassen einen die Zeit vergessen.
Leider hat das Nichtraucherschutzgesetz auch das Schloss getroffen - Zigarren müssen jetzt leider auf der Terasse genossen werden. (ich bin zwar Nichtraucher, aber in der Kaminbar habe ich mir doch gerne abends eine leichte Zigarre gegönnt ;) )

Wer mehr Zeit hat, sollte auf jeden Fall auch das Spa ausprobieren! Die Anlage ist wirklich hübsch, die Anwendungen habe ich sehr genossen. Wiederholung garantiert!!
Danach empfehle ich einen Spaziergang durch den Garten und zu guter letzt einen Kaffee mit einem Törtchen in dem Café an der Lobby *hmmmm*

Auf bald!

KussKuss Alice 

Art'otel Köln

Nachdem ich mich ja schon über das Chino Latino positiv ausgelassen habe, sollte ich natürlich auch das Art'otel nicht unerwähnt lassen.
Wenn es nicht immer ein teureres fünf Sterne-Hotel sein soll, finde ich das Haus am Rheinauhafen eine wirklich gute Alternative!
Die Zimmer sind alle sehr geräumig, fast ganz in weiß gehalten und modern gestyled, in den Betten schläft (und spielt) es sich wunderbar! :)

Die Suite besticht durch eine freistehende Badewanne und hat, wie die meisten Zimmer, einen hervorragenden Ausblick auf den Rheinauhafen, die Brücken und die Büros gegenüber.

Einziges wirklich störendes Manko: der hell gemusterte Teppichboden ist inzwischen ziemlich mitgenommen... Schade! 

Vom Hauptbahnhof ist man in etwa fünf Minuten am Hotel, das Auto kann in der hauseigenen Tiefgarage geparkt werden. Nur leider kommt man von dieser nicht direkt hoch auf's Zimmer, sondern muss noch an der Rezeption vorbei. Der Aufzug dort funktioniert aber ohne Karte.
Für einen schönen Abend muss man das Hotel eigentlich kaum verlassen, mit Essen wird man im Chino Latino verwöhnt und wenn man noch kurz an die Luft will, lädt der Rheinauhafen zum Rundgang ein. Selbst zum Feiern braucht man kein Taxi - der Playboy Club ist direkt gegenüber vom Hotel!

Wer also nach einer interessanten und nicht überteuerten Hotellösung sucht, sollte das Art'otel in seine engere Wahl nehmen!

KussKuss Alice 

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Wenn einer eine Reise tut, der hat was zu erzählen!

 Wie man schon unschwer an dem Artikel unten drunter erkennen kann, ich war in Strasbourg! Und es war wunderschön!

Diese Stadt voller Geschichte, schöner Häuser und leckerer Restaurants hat meine Erwartungen übertroffen und ich war sicher nicht das letzte Mal dort zu Besuch. Schuld daran hat sicher auch das schöne Hotel, in dem ich Übernachtet habe, das "Cour du Corbeau", von dem ich etwas erzählen möchte.

Das Hotel aus dem 16. Jahrhundert hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich, immer schon als Herberge vorgesehen, übernachteten hier unter anderem Voltaire, Friedrich der Große (inkognito) und andere interessante historische Persönlichkeiten.

2007 wurde das Haus vorsichtig restauriert, die Zimmer und Suiten sind sehr luftig und groß. Dunkler Holzboden, helle Wände, weiß-violette Louis XVI Möbel, Badezimmer und Toilette getrennt. Das Bett hat eine durchgehende Matratze und war wirklich sehr bequem! Kleines Manko - wer Federkissen haben möchte, muss diese an der Rezeption erbitten.

Das Personal ist sehr freundlich, zuvorkommend und extrem hilfsbereit. Ich habe zwischenzeitlich kurz vermutet, dass gedacht wurde, ich sei eine Hoteltesterin, weil ich so verhätschelt wurde

Der Aufzug ist direkt hinter der Rezeption und ohne Schlüsselkarte benutzbar. Da das Personal sehr aufmerksam ist, sollte man sich am Besten draussen treffen. 

 Am ersten Abend habe ich den Zimmerservice ausprobiert, man kann dort aus einer kleinen Karte wählen, die eine Hälfte der Gerichte ist nur bis 23Uhr verfügbar, da sie von einem naheliegenden Restaurant kommen, die andere Hälfte aus der Hotelküche kann man rund um die Uhr bestellen.

Das Essen vom Restaurant war hervorragend, aber auch leicht teuer, die Nudeln des Hotels haben mich leider etwas enttäuscht.
Das Frühstück widerum war wirklich gut, französische Croissants sind halt auch nur in Frankreich so lecker *g*

Mein großer Kritikpunkt an dem Haus ist die Hellhörigkeit. Mein Zimmer lag zum Einen direkt über einer kleinen Gasse und man hat trotz Doppelverglasung die Gäste des Restaurants gehört. Zum Anderen konnte ich ohne Probleme mitvervolgen, wie ein anderer Zimmergast abends und das Zimmermädchen morgens lustig die Möbel verrückt haben...

Noch kurz zur Lage: Das Hotel liegt südlich der Altstadt, eine Minute von der L'Ill entfernt, zur Cathedrale dauert es fünf Minuten.
Mit dem Auto ist es etwas kompliziert zu finden, wenn man nicht weiß, wo man rein muss. Die Rue des Couples ist eine kleine Gasse, die von einem Poller verschlossen wird. Der Trick ist: Davor halten, Klingel links unten drücken (offensichtlich für kleine Hunde konstruiert, ein Mensch muss sich sehr weit nach unten bücken), Rezeption meldet sich und lässt den Poller runterfahren. Am Ende der Gasse befindet sich das Hotel.
Das Auto wird gerne im naheliegenden Parkhaus geparkt, man selber muss sich um nichts mehr kümmern. Hätte ich das geahnt, hätte ich mein Auto aufgeräumt...
Gefreut hat mich das kleine Gimmick bei meiner Abreise in Form einer Flasche Wasser und eines Snacks auf meinem Beifahrersitz.

Mich wird es sicher noch oft nach Strasbourg ziehen und dann sicherlich auch immer wieder in das Cour du Corbeau. Das zuvorkommende Personal und das sehr schöne Haus lassen die kleinen Mankos gerne übersehen.
Nachdem ich eine Nacht länger als geplant in Strasbourg geblieben bin, ging es noch kurz zum obligatorischen Großeinkauf im Carrefour (Friands! Danette! Mehr Friands! Kekse! Chips!), ohne den ich nicht nach Deutschland zurückkehren kann. Ich habe eine komische, aber sehr ausgeprägte Leidenschaft für französische (und auch holländische) Supermärkte.

Der Weg von Strasbourg zurück nach Köln führte mich über Autobahnen, die ich noch nicht oft gefahren bin und an denen ich auch nicht oft langkomme. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und bin noch kurz in Speyer rausgefahren, um mir den Dom anzuschauen. Das war eine großartige Idee, ich habe selten eine solchen historischen Orgasmus bekommen wie dort. Manche Bauwerke strahlen eine solche Kraft und Bedeutung aus, da werde selbst ich sprachlos.
Für einen zweiten Abstecher nach Worms war es leider zu spät, das wird ein anderes Mal nachgeholt.

Mein kleiner Wochenendtrip hat sich vollkommen gelohnt, ich sollte öfter aus dem Rheinland raus!

KussKuss Alice 

München - eine Lobhudelei

Selten hat es mich bisher in die bayerische Hauptstadt gezogen, fahre ich doch eher nach Hamburg als in den Süden.
Ich denke aber, dass sich das jetzt ändern wird, denn nach meinem letzten Kurzbesuch hat München mein Herz im Sturm erobert!

Zwei Tage habe ich im altehrwürdigen Bayerischen Hof verbracht. Obwohl ich doch schon einige 5 Sterne Häuser besucht habe, war dieses besonders. Überall ein hervorragend geschultes Personal, zuvorkommend und immer mit dem Blick auf das Verwöhnen der Gäste. Das Haus an sich ist klassisch, schön und riesengroß, mit vielen Möglichkeiten sich zum Essen oder auf ein Glas Champagner niederzulassen. Die Suite war überraschend modern eingerichtet (es gibt wohl sehr verschiedene) und hat viel Platz zum Spielen geboten ;)
Selten habe ich in einem Hotelbett so gut geschlafen wie dort!

Besonders angetan war ich von der Lounge, die zum Blu Spa gehört: Im siebten Stock kann man auf der Terasse sitzen und über München schauen. Bei schönem Wetter, was wir zum Glück hatten, ist es himmlisch - im wahrsten Sinne des Wortes. Genauso schön sitzt man eine Etage tiefer am Pool und hat dabei noch den Vorteil, dass man immer wieder ein paar Züge schwimmen kann. Im Spa kann man aus einer Reihe von Wellnessbehandlungen wählen, von denen ich die "Blu Spa Massage" wärmstens empfehlen kann (den Rest habe ich nicht ausprobiert - wird nachgeholt *gg*). 

Das Programm in den zwei Tagen war straff durchorganisiert, ein Höhepunkt war definitiv das Abendessen in Shane's Restaurant. Dort verzichtet man auf eine Karte und bietet ausschliesslich ein Überraschungsmenü an. Im Vorfeld wird man gefragt, ob es Dinge gibt, die man nicht mag, wieviele Gänge man sich wünscht, ob man Vegetarier ist oder nicht und schon geht es los. Der Gruß aus der Küche: Tartar in Tee mit spicy Popcorn. Sehr....kreativ. Und lecker! Erster Gang: Steinbuttnockerln in Panade auf Fenchelgemüse. Erster Panikanfall, ich hab vergessen, dass ich Fenchel überhaupt nicht mag, probiert habe ich es doch. Und es war toll! Der restlichen drei Gänge waren ebenfalls umwerfend, so ganz bekomme ich sie leider nicht mehr auf die Reihe. Die Kellner waren alle jung, hübsch und sie haben ihr Handwerk hervorragend verstanden.
Ich muss zugeben, ich habe selten so gut gegessen und während ich das gerade schreibe, kriege ich richtig Hunger.

Nach dem Essen sollte man sich auf jeden Fall einen Drink in der angeschlossenen, gemütlich kleinen B-Bar genehmigen. Ich stehe ja auf gute Cocktails, die sich auch mal ein Stück vom Mainstream weg bewegen und hier werde ich komplett zufrieden gestellt! Dem Leitspruch auf der Website von Bill Fehn, dem Herrn der Theke "TRUST YOUR BARTENDER" folge ich gerne blind. 

Da man auf einem Bein schlecht stehen kann, habe ich direkt noch ein weiteres Kleinod der Münchner Cokctailbarszene entdecken dürfen, den Barroom auf der Milchstrasse. Winziger Laden mit drei Tischen und wenig Platz an der Theke, unglaublich gemütlich und Cocktails, die einen aus dem Schwärmen nicht rauskommen lassen. Auch hier spiele ich das übliche Spiel "ein Getränk von der Karte, danach dem Barkeeper eine Richtung vorgeben und schauen, was kommt". Mein Anspruch ist hoch und wird nicht enttäuscht!

Zwei Kilo schwerer habe ich am letzten Tag noch mit einer Freundin eine kleine Shoppingtour durch München gemacht, wo wir die meiste Zeit dann doch bei Agent Provocateur hängen geblieben sind. München kann sich glücklich schätzen den einzigen eigenen Store in Deutschland zu haben. Bis dato habe ich keine AP Unterwäsche anprobiert, aber seit Jahren bewundert (ich kaufe nie auf gut Glück im Internet Unterwäsche ein, wenn ich die Marke nicht vorher anprobiert habe). Unter fachkundiger Beratung habe ich meine Traummodelle und viele mehr anprobiert und mich für ein himmlisches Set in zartrosa entschieden. Sehr heiß! Ich freue mich schon, es vorzuführen... ;)

München hat mich bezaubert, von vorne bis hinten verwöhnt und verhätschelt - ich komme wieder!

KussKuss Alice

 PS: Ich habe es sogar geschafft im Augustinerbiergarten eine ganze Maß Bier ALLEINE auszutrinken! Jetzt bin ich ein großes Mädchen :D

PPS: Danke liebes Gugl-Mobil vor dem Lodenfrey, wegen dir bin ich süchtig nach den Zitrone-Eierlikör und Schokolade-Kokos-Küchlein!